Neue Perspektiven für den Streuobstanbau

Mit der Bewirtschaftung von Streuobstwiesen können wir einen wirksamen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des heimischen Obstbaus leisten. Der Umbau unserer Landwirtschaft ist angesichts des fortschreitenden Klimawandels dringend notwendig. Allein ökologische Argumente reichen aber nicht aus, um bei diesem Wandel voranzukommen. Solange sich die Bewirtschaftung nicht auch ökonomisch lohnt und Streuobstwiesen nur mit öffentlicher und freiwilliger privater Unterstützung erhalten werden können, drohen sie langfristig zu verschwinden. Mehr denn je wurde in den vergangenen Monaten deutlich, wie sehr wir auf unsere heimische Landwirtschaft als Grundstein für unsere Versorgung mit Lebensmitteln angewiesen sind.

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Kann Landwirtschaft Teil der Lösung im Klimawandel sein?

Svenja Nette von "Wir stehen drauf"



Wie steht es um die regenerative Landwirt­schaft im deutsch­sprachigen Raum? Das erkundet Svenja Nette in ihrer YouTube Serie "Wir stehen drauf" und dokumentiert in 24 Video­portraits Menschen und Höfe, die sich der Frage widmen, wie Landwirt­schaft Teil der Lösung sein kann. Können wir die Landwirt­schaft so betreiben, dass sie Ökosysteme regeneriert? Was in Anbetracht der üblichen Schlagzeilen eher wie ein Widerspruch aussieht, wird auf verschiedenen Betrieben an vielen Orten bereits umgesetzt; Landwirt­schaft, die große Mengen Kohlenstoff dauerhaft binden kann, Artenvielfalt entstehen lässt und rentabel ist. Klingt zu gut um wahr zu sein? Ist auch wie immer etwas komplexer. Für die youtube Serie "wir stehen drauf" zeigen wir Betriebe, die regenerative Landwirt­schaft umsetzen, aber auch dass viele Wege nach Rom führen, und welche Hindernisse und Umwege dazugehören. Im Online Seminar gebe ich einen Überblick über die Möglich­keiten, wie Landwirt­schaft regenerativ sein könnte und zeige, wo das schon wie umgesetzt wird.

Die Zukunft der Streuobstwiesen unter Bedingungen des Klimawandels

Christoph A. Meixner von Triebwerk



Christoph A. Meixner - Triebwerk: Wie kann eine Anpassung an den Klimawandel erfolgen und Klima­resilienz erreicht werden? Um diese Fragen zu beantworten wird Christoph in seinem Online-Seminar verschiedene Optionen in z.B. der Artenauswahl und dem Management aufzeigen und sowohl die Risiken (z.B. Stress, Schädlinge, etc.), als auch die Chancen (neue Arten und Sorten, etc.) des Streuobst­anbaus unter den Bedingungen des Klimawandels beleuchten. Neben konkreten Handlungs­empfehlungen an die Politik wird er erläutern welchen Beitrag die Streuobst­wiesen zur Begegnung und Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel leisten können.
Christophs Schwerpunkte sind die Planung und Visualisierung von Agroforst­systemen in Form von GIS-Karten, die Koordination der Aufträge von Planung bis Umsetzung sowie die Netzwerk- und Öffentlichkeits­arbeit. Hinter "TRIEBWERK" stehen Nicolas Haack, Christoph Meixner und Janos Wack. Triebwerk setzt sich für eine ökologisch-regenerative Form der Land­wirt­schaft ein, die die Arten­vielfalt fördert, sich dem Klimawandel anpasst, ihn gleichzeitig ausbremst und die sozialen, ökologischen und ökonomische Ressourcen aufbaut. Somit wird es möglich die Konflikte zwischen Natur-, Umwelt-, Klimaschutz und landwirt­schaftlicher Produktion zu überwinden und als Grundstein einer nachhaltigen Zukunft zu wirken. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Beratung und Planung regenerativer Landnutzungs­konzepte anhand multi­funktionaler Agroforst­systeme. Ihr Spezialgebiet ist die Erarbeitung der notwendigen Finanz­modelle, um eine sichere und planbare Umstellung auf die Agroforst­wirtschaft zu gewähren. Darüber hinaus bietet eine Auswahl unterschiedlicher Finanzierungs­konzepte die Möglichkeit, basierend auf diesen Kalkulationen Kapital­geber zu finden. Zusätzlich bieten sie ein umfassendes Angebot an Weiter­bildungs­möglichkeiten, um über das breite Themen­spektrum der regenerativen Landwirt­schaft und deren Potenziale aufzuklären.

Auf dem Weg zu einer integrierten, kooperierenden Wertschöpfungskette

Hermann Kley von Streuobst-Solawi Tübingen



Hermann Kley entwickelt seit 2015 die Streuobst-Solawi in Tübingen als Zusatzangebot zum bereits länger bestehenden Gemüseangebot der Solawi-Tübingen. Die Jahre seit der Gründung der Streuobst-Solawi können als prozess­begleitende, zum Streuobst­angebot laufende Grundlagen­forschung und Konzept­entwicklung verstanden werden. Seitdem entwickelt sich das Angebot langsam und kontinuierlich und versorgt aktuell ca. 80 Haushalte mit Produkten von Streuobst­wiesen. Grundlage seines Engagements bildet sein sozial- und kultur­wissen­schaftliches Studium der Ethnologie, Archäologie und Erziehungs­wissen­schaften. Seinen hier gewonnenen ganz­heitlichen Blick auf gesellschaftliche Dynamiken verknüpft er mit seinen parallel erworbenen Kenntnissen und Fertigkeiten in der Streuobst­bewirtschaftung, Obstbaum­pflege oder der Versorgung aus einem eigenen Gemüsegarten. Das kooperative Mitgestalten zukunftsfähiger Lebensweisen und Kulturen ist ein wichtiges Thema in seinem Leben und bildet die Grundlage für die Entwicklung der Streuobst-Solawi, der Mobilen Event- und Erlebnismosterei und der 2019 gegründeten Genossen­schaft Kultur­landschafts-und Streuobst-Solawi. Leitgedanke ist dabei, Empowerment aller beteiligten und interessierten Menschen und die Verbindung mit ihrer Lebens­grundlage zu fördern. Die verschiedenen Bereiche Produktion, Versorgung, Erleben, Lernen, emotionale Verbindung, praktisches Anpacken, Vernetzen und Beziehungs­bildung sollen dabei in einem sinnvollen und produktiven Verhältnis zueinander stehen.
Der Vortrag stellt das seit 2015 laufende Angebot mit Tafelobst, Saft und mehr, sowie die entstandenen Strukturen und bevorstehenden Schritte vor. Zudem kommen dahinter stehende Überlegungen zum Verständnis Mensch und Natur, Überlegungen und Erfahrungen zu Wirtschaft­lichkeit, sowie die langfristigen Zielsetzungen einer breiten gesell­schaft­lichen Interaktion und Finanzierung zur Sprache. Insgesamt soll der Vortrag Impuls für eine anschließende vertiefende Diskussion sein.

5 Fragen an - Unsere Interviewreihe mit Streuobst-Aktiven

Im Rahmen unserer 4. Äpfel & Konsorten Konferenz geht unser Streuobstwiesen-Roadtrip dieses Mal ins nordwestliche Brandenburg, in Richtung Havelland. Dort treffen wir für unser 5 FRAGEN AN…Format wieder Streuobst-Aktive und sprechen mit Ihnen über ihre Streuobstprojekte.


Episode 1

5 Fragen an... Konstantin Schroth - Der Obstbäumerich

Den ersten Stopp des Tages legen wir bei Konstantin Schroth und seiner neu übernommenen Streuobstwiese in Bergen (bei Nauen) ein. Vielleicht kennt ihr ihn auch als den Obstbäumerich?
Mehr Infos: https://www.der-obstbäumerich.de

5 Fragen an - Unsere Interviewreihe mit Streuobst-Aktiven

Episode 2

5 Fragen an... Sören Hobohm - Baumschulen Nauen

Stop 2 führt uns in die Baumschule von Sören Hobohm in Nauen. Er zeigt uns sein Areal und erzählt uns beim Gespräch im Gewächshaus, welche Sorten aus seiner Sicht unbedingt auf eine Streuobstwiese gehören.
Mehr Infos: http://www.baumschulen-nauen.de

5 Fragen an - Unsere Interviewreihe mit Streuobst-Aktiven

Episode 3

5 Fragen an... Simon Junge - Sterngartenodyssee

Stop 3 führt uns zu Simon von der Sterngarten Odyssee. Von ihm erfahren wir, wie der Obstbau nach den Prinzipien der Solidarischen Landwirtschaft organisiert werden kann.
Mehr Infos: https://www.sterngartenodyssee.de

Podcast Folge 3: Flüssiges Gold

In Folge 3 unseres Podcasts beschäftigt uns das Geschäft mit dem flüssigen Gold - Apfelsaft. Streuobstwiesen langfristig zu schützen, kann durch eine professionelle Vermarktung von Streuobst funktionieren. Diese regionalen Rohstoffe effizient zu nutzen, wertet Streuobst wirtschaftlich auf und trägt entscheidend dazu bei, den Fortbestand dieser Biotope nachhaltig zu sichern. Nach der Ernte auf unserer vereinseigenen Streuobstwiese in Philadelphia bei Storkow haben wir uns mit Matze und Sarah von Maze´s Mobiler Saftpresse zum Interview verabredet, denn wir wollten unbedingt mehr erfahren über das mobile Saftbusiness.

Maze´s Mobile Saftpresse findet ihr hier:
Facebook: www.facebook.com/Mazes-mobile-Mos...-194372738121060
Instagram: www.instagram.com/mazesmobile/?hl=de

Verstreut-News:
LBV und Naturschutzbund klagen gegen Streuobst-Verordnung: www.br.de/nachrichten/bayern/l...t-verordnung,S6Ir9hp
LBV: www.lbv.de


Weitere Folgen erwarten Euch:
Folge 4: verfügbar ab 10. Dezember 2020
Folge 5: verfügbar ab 21. Januar 2021

Diese Konferenzreihe wird unterstützt von



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